Der Glienicker Jugendclub

Glienicker Kurier Oktober 2014

Der Jugendclub – Wird´s jetzt besser?

Brauchen wir einen neuen, modernen Jugendclub? Wo soll er hin? Wie soll er aussehen? Wann können wir damit rechnen? Was machen wir bis dahin?

Alles Fragen, mit denen ich mich als Gemeindevertreter im Sozialausschuss beschäftige. Das die noch aus früheren Zeiten stammende graue Jugendtreff-Baracke an der B 96 von den Jugendlichen aus Glienicke nicht mehr angenommen wird, ist ein offenes Geheimnis.

Selbst der rasante Anstieg der Zahl der Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren von knapp 1000 in 2012 auf prognostizierte weit über 2000 in 2015 führte nicht zu einer höheren Nutzung. Im Schnitt kommen täglich 15 Jugendliche in die Baracke, auch aus Hermsdorf und Frohnau.

Als neuer Standort ist seit langem der Bereich der Skaterbahn im Gespräch. Alle Jugendlichen, mit denen  ich gesprochen habe, waren dafür. Vorgesehen für den Neubau sind seit diesem Jahr über 430.000 Euro. Passiert ist nichts! Hat die kommunale Jugendarbeit so wenig Bedeutung in Glienicke?

Anders als unsere Sportvereine, die das Rückgrat der Jugendarbeit in Glienicke bilden. Ein Viertel aller Jugendlichen in Glienicke sind dort aktiv. Deshalb sollen für das nächste Jahr auch großzügig fast 1 Mio. Euro in die Glienicker Sportförderung fließen. Und das ist richtig so!
Für die restlichen 1.500 Kinder und Jugendliche und die kommunale Jugendarbeit in Glienicke ist das Geld jedoch knapp. Wir müssen wirtschaftlich und sparsam investieren, so heißt es hier. Wenn man die Personalkosten abzieht, so sollen gerade mal 10.000 Euro in 2015 investiert werden. Noch nicht mal die zur Verfügung stehenden Mitarbeiterstellen werden ausgeschöpft. Ein Armutszeugnis.

Gerade das letzte Herbstfest mit seinen Alkohol- und weiteren Drogen-Exzessen hat gezeigt, dass wir in Glienicke den Jugendlichen einen zentralen Anlaufpunkt bieten müssen. Einen Ort, den sie mitgestalten können, der eine Alternative zu ungeschützten Treffpunkten bietet. Einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen.

Bis zum Neubau des Jugendclubs brauchen wir deshalb eine im Zentrum liegende moderne Zwischenlösung, um dann so schnell wie möglich an dem endgültigen Standort zu bauen.

Als neugewählter Verbindungspartner des Sozialausschusses für die Glienicker Einrichtungen der Jugendarbeit wird der Jugendclub höchste Priorität bei mir haben.

Du willst mitarbeiten? Selber Ideen für den Jugendclub einbringen? Dann mach mit. Melde dich  telefonisch / über WhatsApp (0177/5025975) oder unter @ThomasOHV (Twitter) bei mir, wenn du mitmachen willst. Oder schick eine Mail an die Fraktions-Adresse.

Glienicker Kurier November 2014

Neubau des Jugendclubs – wieder einen Schritt weiter

Es war eine schwierige Entscheidung. Sollen wir den Jugendtreff an alter Stelle noch bis Ende 2018 nutzen? Dafür den Fußweg zwischen B96 und Falkenweg verschenken? Oder durch Schließung des Jugendtreffs die Notwendigkeit des Neubaus eines jugendgerechten Clubs unterstreichen?

Wir benötigen bei weit über 2000 Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren in Glienicke und in der Bieselheide einen ansprechenden, großen und modern konzipierten Jugendclub als Investition in die Zukunft. Wir wollen schnelle Entscheidungen für einen Standort und alle notwendigen Rahmenbedingungen erreichen. Wir fordern dafür den vollen Einsatz von Verwaltung und Gemeindevertretern. Kein Rumgeeiere mehr. Wir wollen Nägel mit Köpfen machen, fraktionsübergreifend zusammenarbeiten, Ergebnisse sehen.

Deshalb haben wir uns zusammen mit der GBL dafür ausgesprochen, für die Übergangszeit die Nutzung des Schönfließer Jugendhauses neben der Nordbahn gGmbH zu befürworten. Das Jugendhaus ist mit Billard, Airhockey, Kicker, PCs, Trampolin und Playstation gut ausgestattet. Für den sicheren Ausbau des Weges Richtung Sportplatz sind Mittel im Gemeindehaushalt vorgesehen.

Zusammen mit den Jugendsozialarbeitern und den Jugendlichen wollen wir für die Übergangszeit und darüber hinaus ein nachhaltiges Jugendkonzept erarbeiten.

Die große Mehrheit der Gemeindevertreter hat unserem Antrag zugestimmt. Die Gemeindevertretung hat sich damit im Endeffekt nicht für die Schließung des Jugendtreffs, sondern für eine zukunftsorientierte Jugendarbeit entschieden. Wir bleiben dran.

 

Glienicker Kurier Januar 2015

Jugendtreff schließt – Tragik oder Chance?

Riesenchance für Jugendliche. Der Sozialausschuss hat sich jetzt einstimmig dafür ausgesprochen, EUCH ins Boot zu holen. Wir wollen EUCH dabei haben! Es soll EUER Club werden. IHR könnt mitgestalten. Ideen einbringen, diskutieren, mitmachen.

Was wollt IHR? Welchen Namen soll der neue Club tragen? Wie soll er aussehen? Was soll er bieten? Alles Fragen, die uns beschäftigen. Ihr seid die Betroffenen. Wir wollen euch zu Beteiligten machen. Unser Ziel ist es, spätestens 2016 in die Umsetzung zu gehen. Aber nur ihr wisst, was für euch wichtig ist. Wir können nur vermuten.

Ein Jugendclub, der da steht, wo keiner hingeht, der Angebote macht, die keiner nutzt, in dem ihr euch nicht wohlfühlt, so ein Jugendclub macht keinen Sinn, ist nur rausgeworfenes Geld. Deshalb wollen wir euch beteiligen.

Welche Kommune macht so etwas schon? Meistens wird doch in kleiner Runde ohne große Öffentlichkeit entschieden und dann heißt es „Friss oder lass es!“.

Mit EUCH können wir es besser machen.

Macht also mit. Wir Bündnis90/Die Grünen/Piraten freuen uns auf euch.

Kontakt: Mail fraktion@gruene-piraten.de // Tel. oder WhatsApp 0177/5025975

 

Glienicker Kurier März 2015

Unser Konzept für einen coolen Jugendclub

Bei der letzten Gemeindevertretersitzung gab es ein Novum. Erstmalig stellte eine Fraktion ihren Antrag in Form einer Folienpräsentation vor. In dem 10-minütigen Vortrag erläuterte Thomas Bennühr, wie sich Bündnis 90/Die Grünen/PIRATEN die Konzeption für einen neuen, modernen und attraktiven Jugendclub vorstellen. Sowohl die Präsentationsform als auch der Inhalt fanden bei den Gemeindevertretern und den anwesenden Gästen großen Anklang.

Vorgabe ist, dass der Jugendclub im Bereich der Skateranlage entsteht, mindestens 120 m² Grundfläche hat und nicht zu teuer sein soll.

Der Konzeptvorschlag basiert auf der Idee, dass man aus gebrauchten Seecontainern aufregend gestaltete Häuser bauen kann. Mit den tristen Containern, die im Umfeld von Baustellen stehen, haben sie wenig zu tun.

In einem neuen architektonischen Ansatz soll der Jugendclub aus Containermodulen entstehen, die sich in ihrer letzten Ausbaustufe wie eine Umarmung an das hinter der Mensa stehende Schulgebäude (Haus 1) anschmiegen. Die großzügig verglasten Module sollen sich auf Höhe der ersten Etage befinden.

Aus Sicht des Bürgerparks

Unterhalb des auf Stelzen stehenden Anbaus werden Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und eine überdachte Verandafläche im windgeschützten Bereich entstehen. Der barrierefreie Zugang wird über eine Brücke vom Bürgerpark aus realisiert. Die durch viel Glasflächen erzeugte Leichtigkeit und Transparenz sowie direkte Sichtachsen von und zur Skaterbahn und zum Bürgerpark sollen die Architektur prägen.

Für zusätzliche Attraktivität soll die Gestaltung der Dachflächen in Form von frei zugänglichen Dachterrassen sorgen. Denn die Jugendlichen sollen nicht nur 160 m² Gebäudefläche in der ersten Ausbaustufe erhalten, sondern auch einen ebenso großen Dachgarten, der um über 200 m² auf dem Schulgebäude erweitert werden kann. Es ist zu vermuten, dass die Dachterrassen mit Outdoor-Möbeln und Sonnensegeln einen attraktiven Anziehungspunkt für die Jugendlichen darstellen.

Nach der endgültigen Errichtung einer neuen Mensa und entsprechender Schulräume wird mehr Platz zur Verfügung stehen. Die zusätzlichen Räume können dann ganz oder teilweise als Jugendeinrichtung und/oder Begegnungsstätte für alle Glienicker genutzt werden.

Ein Traum, der Realität werden könnte.

Wer mehr wissen möchte: Der Vortrag mit allen Details kann unter diesem Link im Internet heruntergeladen werden: http://bit.ly/JUGENDCLUBmitPFIFF

 

Glienicker Kurier April 2015

Neues vom Jugendclub

Nachdem die Arbeitsgruppe „Jugendclub“ jetzt ihre Arbeit aufgenommen hat bin ich sicher, dass alle Fraktionen nun auch das Ziel verfolgen, die notwendigen Schritte so schnell wie möglich zu gehen.

Zusammen mit der Verwaltung wird es uns gelingen, das ehrgeizige Ziel der Fertigstellung schon im Frühjahr 2016 und nicht wie im ersten Planungsentwurf vorgesehen im Winter 2016 zu erreichen.

Dafür ist ein ausgefeilter Projektplan erforderlich, der engmaschiges Handeln und eine Hand-in-Hand-Planung von Politik und Verwaltung vorsieht.

Wer in Glienicke schon mal eine Baugenehmigung beantragt hat weiß, dass besonders hier Zeit ins Land gehen kann. Aber ich kann mir vorstellen, dass sich die aus den Reihen der SPD, der CDU, den Linken, den Grünen und den PIRATEN kommenden Kreistagsabgeordneten aus Glienicke und unser Bürgermeister auch auf Kreisebene dafür einsetzen, dass dieses wichtige soziale Projekt nicht in den Mühlen der Bürokratie stecken bleibt.

Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen einen ansprechenden und zentralen Anlaufpunkt im Ortszentrum. Und das schnell.

 

Glienicker Kurier Mai 2015

Der Jugendclub wird kein BER- Es geht voran.

Drei Varianten werden aktuell geprüft: Freistehendes Gebäude hinter dem Grundschulgebäude „Haus1“ bei der Skaterbahn, ebenerdiger Anbau in Spangenform an Haus 1 und alternativ unser Vorschlag des auf Stelzen stehenden L- bzw. U-förmigen Anbaus mit Dachterrasse an Haus 1.

Die AG Jugendclub wird alle wesentlichen Entscheidungskriterien in einer Matrix zusammenführen. Neben der Präferenz der Sozialarbeiter und den Ergebnissen des Workshops der Jugendlichen zu diesem Thema müssen natürlich auch harte Fakten berücksichtigt werden: Erforderliche Größe und Erweiterungsmöglichkeiten, Kosten, behördliche Auflagen, Planungsrecht, Brand- und Umweltschutz, Realisierungszeit, Flächenverbrauch. Das Ortskernkonzept muss ebenfalls Beachtung finden.

Die Empfehlung der AG soll spätestens im Juni von der Gemeindevertretung diskutiert und dann eine Entscheidung getroffen werden. Für unsere Fraktion sind die Empfehlungen der Fachebene, also der Sozialarbeiter und die Akzeptanzwahrscheinlichkeit durch die Jugendlichen richtungsweisend für die Entscheidung. Denn wir werden als Gemeinde im Zweifel hunderttausende Euro in den Sand setzen, wenn in erster Linie die Kostenfrage im Vordergrund steht und der Jugendclub dann nicht angenommen wird. Das darf uns nicht passieren.

Oberstes Ziel muss es sein, dass sich unsere Kinder und Jugendliche im Club wohl fühlen, gerne hingehen, ihn als zentralen Glienicker Treffpunkt sehen. Wenn wir unsere Sozialarbeiter auch auf politischer Ebene unterstützen und ihnen mehr Gestaltungsfreiheiten ermöglichen, klappt das auch. Ihre Fachkompetenz haben sie gerade eindrucksvoll mit den Gestaltungsvorschlägen für die Übergangslösung „Vereinszimmer als Jugendclub“ bewiesen.

Die Gemeindevertreter sind durch ihre Entscheidung, den jetzigen Jugendtreff zu schließen, eine Verpflichtung eingegangen. Die Verpflichtung, so schnell wie möglich einen neuen, coolen Jugendclub zu bauen, in dem man sich wohlfühlt. Dafür braucht es einen engmaschigen und detaillierten Projektplan mit klaren Zielen und Zeitvorgaben. Die Politik darf sich nicht darauf ausruhen, die Entscheidung zum Bau getroffen zu haben. Wir widersprechen vehement der Ansicht, dass es nicht so wichtig sei, ob der Jugendclub ein halbes Jahr früher oder später eröffnen würde. Es ist wichtig! Unsere Jugendlichen sollen ihren Jugendclub so schnell wie irgend möglich genießen können. Wir wollen keinen eigenen BER!